← Blog31. Januar 20253 Min. LesezeitDLP24DEUAENRU
Für Unternehmen
Werkvertrag in der Landwirtschaft: Chancen und Grenzen
Ernte, Pflanzung, Pflege: Nicht jede Leistung auf dem Feld ist ein Werk im rechtlichen Sinn. Worauf Betriebe achten sollten.
Was ein Werkvertrag voraussetzt
Beim Werkvertrag schuldet der Auftragnehmer ein konkretes Ergebnis, nicht nur Arbeitszeit. Er organisiert seine Mitarbeiter selbst und trägt das Risiko, wenn das Ergebnis mangelhaft ist.
Wo es in der Landwirtschaft passt
- Pflanzung einer definierten Fläche bis zu einem festen Termin.
- Aufbau von Folientunneln oder Bewässerungssystemen.
- Beschnitt oder Pflegeleistungen mit klar beschriebenem Ergebnis.
Wo es schwierig wird
Wenn Arbeiter faktisch in Ihren Betrieb eingegliedert sind, Ihre Anweisungen befolgen und nur Arbeitszeit zählt, spricht vieles gegen einen echten Werkvertrag. Dann droht eine verdeckte Arbeitnehmerüberlassung mit Folgen für beide Seiten.
Praktische Hinweise
- Leistung und Ergebnis schriftlich beschreiben.
- Weisungen nur an den Ansprechpartner des Auftragnehmers.
- Abnahme und Vergütung am Ergebnis ausrichten.
- Verträge im Zweifel rechtlich prüfen lassen.
Häufige Fragen
Ist Erntehilfe immer ein Werkvertrag?
Nein. Ob ein Werkvertrag vorliegt, hängt vom Einzelfall ab. Reine Arbeitszeitleistung spricht dagegen.
Was droht bei einem Scheinwerkvertrag?
Eine verdeckte Arbeitnehmerüberlassung kann Bußgelder und weitere Folgen nach sich ziehen.
Wer haftet für den Mindestlohn?
Auftraggeber haften unter Umständen für den Mindestlohn des Auftragnehmers.

