← Blog6. Januar 20235 Min. LesezeitRedaktionDEUAENRU

Für Unternehmen

Solarboom 2023: 0 % Mehrwertsteuer und der Bedarf an Montagepersonal

Mit dem Jahreswechsel hat sich der Rahmen für Photovoltaik in Deutschland verbessert. Die Nachfrage steigt, doch qualifizierte Monteure sind knapp. So planen Betriebe ihre Kapazitäten.

Was sich zum 1. Januar 2023 geändert hat

Seit dem 1. Januar 2023 gilt für die Lieferung und Installation bestimmter Photovoltaikanlagen ein Umsatzsteuersatz von 0 Prozent. Das betrifft Anlagen auf oder in der Nähe von Wohnhäusern, Wohnungen sowie öffentlichen und anderen Gebäuden, die dem Gemeinwohl dienen, mit einer installierten Leistung bis 30 Kilowatt peak. Dadurch sinken die Kosten für private Käufer spürbar. Gleichzeitig gilt das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023, das den Ausbau stärker fördert und als Ziel rund 215 Gigawatt Photovoltaik bis 2030 nennt.

Folgen für die Nachfrage

Viele Eigentümer ziehen Projekte vor, Installationsbetriebe melden volle Auftragsbücher und lange Lieferzeiten bei Modulen und Wechselrichtern. Die Engpässe liegen nicht nur beim Material, sondern auch bei Personal: Dachmonteure und Elektrofachkräfte sind schwer zu finden.

Aufgabenverteilung auf der Baustelle

Ein Teil der Arbeit ist Montage ohne Elektrofachkraft: Unterkonstruktion, Modulmontage, Kabelverlegung vorbereiten. Anschluss, Inbetriebnahme und Zähler gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. So lassen sich Montagehelfer sinnvoll einsetzen. Was die Arbeit für Beschäftigte bedeutet, beschreibt der Beitrag Solarmonteur werden.

Wie Betriebe Kapazität aufbauen

  • Stammpersonal ausbauen: Ausbildung und Weiterbildung, braucht aber Zeit
  • Montageteams über Werkvertrag: Ein Dienstleister übernimmt klar abgegrenzte Montageleistungen, etwa „Dachbelegung von 40 Anlagen“. Voraussetzung ist, dass der Werkvertrag auch so gelebt wird, siehe Scheinwerkvertrag vermeiden.
  • Arbeitnehmerüberlassung: Für flexible Spitzen möglich, mit den Regeln des AÜG.

Rechtliche Punkte

Der Mindestlohn liegt bei 12 Euro brutto pro Stunde. Beim Einsatz ausländischer Kräfte ist die A1-Bescheinigung wichtig. Bei Dacharbeiten gelten strenge Vorgaben zu Absturzsicherung und Unterweisung. Zeiten sind zu dokumentieren, wie im Beitrag Arbeitszeiterfassung beschrieben.

Checkliste für Solarbetriebe

  1. Auftragslage und Montageplanung für das Quartal prüfen
  2. Aufgaben in Elektro- und Montagearbeiten trennen
  3. Modell wählen: Stammteam, Werkvertrag oder Überlassung
  4. Arbeitsschutz und Absturzsicherung sicherstellen
  5. Unterkunft und Anreise für Montageteams planen

Häufige Fragen

Ab wann gilt 0 % Mehrwertsteuer auf Photovoltaik?

Seit dem 1. Januar 2023 für Lieferung und Installation bestimmter PV-Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohn- und bestimmten öffentlichen Gebäuden.

Dürfen Montagehelfer Solaranlagen anschließen?

Nein. Netzanschluss und Inbetriebnahme sind Elektrofachkräften vorbehalten.

Eignet sich ein Werkvertrag für Solarmontage?

Ja, wenn ein klar abgegrenztes Ergebnis geschuldet ist und der Dienstleister die Arbeit selbst organisiert.

Welcher Mindestlohn gilt?

12 Euro brutto pro Stunde, im Elektrohandwerk oft höhere Tarife.

Montagekapazität planen?
Schildern Sie uns Ihr Projekt – wir melden uns mit einem konkreten Vorschlag.
Du suchst Montagearbeit? Schreib uns auf Telegram.Telegram @dlp_r

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